Data Space Readiness – Der erfolgreiche Einstieg in die Datenökonomie

Der EU Data Act und europäisch vernetzte Datenräume schaffen die Grundlage einer neuen Datenökonomie. Mit dem neuen Programm „Data Space Readiness“ unterstützt das dai Unternehmen dabei, sich strategisch, organisatorisch und technisch so mit datenbasierten Geschäftsmodellen auseinanderzusetzen, dass verfügbare Daten überhaupt erst zu wirtschaftlichem Mehrwert geführt werden können.

Bonn, 14. Juli 2026. Der EU Data Act und europäische Datenräume wie Catena-X oder energydata-X schaffen die Grundlage einer neuen Datenökonomie. Unternehmen können erstmals Daten sicher austauschen und daraus neue digitale Services sowie datenbasierte Geschäftsmodelle entwickeln. Doch bevor diese Potenziale genutzt werden können, müssen Unternehmen organisatorisch, strategisch und technisch vorbereitet sein. Genau hier setzt das neue „Data Space Readiness“ Programm des Dateninstituts dai an. Es unterstützt Unternehmen dabei, wirtschaftlich sinnvolle Use Cases zu identifizieren und den erfolgreichen Einstieg in Datenräume vorzubereiten. Unterstützt wird auch die Teilnahme am Data Space Accelerator der International Data Spaces Association (IDSA), der im Rahmen einer bundesgeförderten Studie den Einstieg in produktive Datenräume mit bis zu 30.000 Euro fördert. Data Space Readiness ist damit der erste Schritt auf dem Weg von Daten zu nachhaltiger Wertschöpfung.


 

Der EU Data Act verändert die Spielregeln – Data Space Readiness wird obligatorisch


Der EU Data Act zählt zu den bedeutendsten wirtschaftspolitischen Initiativen der Europäischen Union im digitalen Zeitalter. Sein Ziel besteht darin, den Zugang zu industriellen Daten zu erleichtern und gleichzeitig Datensouveränität, Wettbewerb und Innovation zu fördern. Maschinen, Fahrzeuge, Produktionsanlagen oder Gebäude erzeugen heute kontinuierlich Daten, die bislang häufig ausschließlich vom Hersteller oder Betreiber genutzt werden konnten. Künftig sollen diese Daten kontrolliert und sicher zwischen den beteiligten Akteuren ausgetauscht werden können. Damit entsteht ein neuer Markt für datenbasierte Dienstleistungen.

Für Unternehmen bedeutet dies einen Paradigmenwechsel. Während bisher vor allem Produkte und Dienstleistungen verkauft wurden, entwickeln sich Daten zunehmend zu einem eigenständigen Wirtschaftsgut. Kunden profitieren von neuen Mehrwertdiensten und bestehende Geschäftsmodelle werden um datenbasierte erweitert. Der EU Data Act allein reicht jedoch nicht aus. Erst durch Datenräume entsteht die notwendige Infrastruktur, um Daten sicher, standardisiert und vertrauenswürdig auszutauschen. Unternehmen behalten dabei jederzeit die Kontrolle über ihre Daten und entscheiden selbst, welche Informationen wem und zu welchen Bedingungen bereitgestellt werden. Genau diese Datensouveränität unterscheidet Datenräume grundlegend von klassischen Plattformen. Viele mittelständische Unternehmen unterschätzen oder kennen noch gar nicht die strategische Bedeutung dieser Entwicklung. Die Entwicklung ist kein reines IT- oder Compliance-Thema. Der Data Act bildet vielmehr den Ausgangspunkt einer europäischen Datenökonomie, in der Daten zum Rohstoff neuer Geschäftsmodelle werden. Unternehmen, die frühzeitig entsprechende Kompetenzen aufbauen und ihre Organisation darauf vorbereiten, können diese Entwicklung aktiv gestalten und erhebliche wirtschaftliche Vorteile erzielen.

Use Case Ladesäulen Hersteller und Betreiber am Beispiel der Stadtwerke Bonn

Die eigentliche Herausforderung heißt Readiness


In nahezu allen Diskussionen über Datenräume stehen technische Begriffe im Mittelpunkt. Es geht um Connectoren, Identitäten, Datenmodelle, Interoperabilität oder semantische Standards. Diese Komponenten sind zweifellos notwendig, sie beantworten jedoch nicht die entscheidende Managementfrage: Warum sollte ein Unternehmen überhaupt Teil eines Datenraums werden? Der wirtschaftliche Nutzen entsteht nicht durch Technologie allein, sondern durch die Fähigkeit, Daten strategisch einzusetzen und daraus neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass die meisten Unternehmen heute nicht an technischen Problemen scheitern, sondern an fehlender Vorbereitung. Oft existiert keine übergreifende Datenstrategie, Verantwortlichkeiten sind unklar, wirtschaftlich relevante Anwendungsfälle wurden noch nicht identifiziert oder regulatorische Entwicklungen wie der EU Data Act sind im Management kaum bekannt. Genau deshalb beginnt der Weg in die Datenökonomie nicht mit einem Connector, sondern mit der organisatorischen und strategischen Vorbereitung des Unternehmens.

Das Data Space Readiness Program des dai setzt genau an diesem Punkt an. Es betrachtet fünf zentrale Dimensionen: Die strategische Ausrichtung (Strategy), das Daten-Know-How der Mitarbeiter (People), vorhandene und potenziell verfügbare Daten & Modelle (Data), AI & Knowledge-Bases (Infrastructure) sowie datenschutz- und lizenzrechtliche Fragestellungen (Governance). Gemeinsam bilden sie den organisatorischen Reifegrad eines Unternehmens für die Teilnahme an Datenräumen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Technologie, sondern die Frage, wie Daten künftig zur Wertschöpfung beitragen können. Welche Daten besitzen wirtschaftlichen Wert? Welche neuen Services lassen sich entwickeln? Welche Partner müssen eingebunden werden? Und welche organisatorischen Voraussetzungen sind dafür notwendig?

Data Space Readiness ist deshalb weit mehr als ein Digitalisierungsprojekt. Es ist ein Managementprozess, der Unternehmen systematisch auf die Anforderungen der Datenökonomie vorbereitet. Erst wenn Strategie, Organisation und Technologie gemeinsam betrachtet werden, entstehen die Voraussetzungen für nachhaltige Innovation und neue datenbasierte Geschäftsmodelle.


Das data analytics institute (dai) unterstützt in der Beratung und im Aufbau datenbasierter Geschäftsmodelle für Public & Value Data, fragen Sie uns!


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Quellen:

Der EU Data Act
https://bmds.bund.de/themen/digitale-wirtschaft/data-act

HÄRTING Rechtsanwälte — FRAND im Data Act: Was dürfen Daten kosten?
https://haerting.de/wissen/frand-im-data-act-was-duerfen-daten-kosten/

DAI — Public Data License (PDL)
https://dai.institute/wp-content/uploads/2026/05/Lizenzvereinbarung_OGC_19122025-V1.pdf