Der Data Spaces Hub Germany soll die zentrale Anlaufstelle für Datenräume in Deutschland werden. Er vernetzt bestehende Initiativen wie daia-x des Bonner Dateninstituts, unterstützt Unternehmen beim Einstieg und soll datenbasierte Geschäftsmodelle voranbringen. Damit verbindet das Vorhaben digitale Souveränität mit wirtschaftlichem Nutzen – und schafft bessere Voraussetzungen, um Industrie- und Verwaltungsdaten für innovative Anwendungen und souveräne KI zu erschließen.
Bonn, 5. Oktober 2026. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat die Koordinierung des Data Spaces Hub Germany ausgeschrieben. Der geplante Hub entwickelt die Arbeit des bisherigen Gaia-X-Hub Germany weiter und erweitert sie um die breitere Datenraumlandschaft. Im Mittelpunkt stehen die Vernetzung bestehender Initiativen, die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie die Einbindung von Verwaltungsdaten. So sollen Datenräume stärker in die praktische Anwendung kommen und zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas beitragen.
Data Spaces Hub Germany: Vernetzen, unterstützen und skalieren
In Deutschland entstehen Datenökosysteme für unterschiedliche Branchen und Anwendungsbereiche. Dazu zählen Catena-X für die automobile Wertschöpfungskette, der Mobility Data Space für Mobilitätsdaten, energy data-X für die Energiewirtschaft und der Geo Data Space Germany für die sektorübergreifende Nutzung von Geodaten. Manufacturing-X bildet den übergreifenden Rahmen für industrielle Datenökosysteme; Projekte wie Factory-X adressieren die Vernetzung von Fabrikausrüstern und -betreibern.
Der neue Hub soll Orientierung in dieser Landschaft schaffen, Akteure zusammenbringen und erfolgreiche Geschäftsmodelle zwischen Branchen übertragbar machen. Dafür sind eine strukturierte Wissensbasis, Beratungs- und Austauschformate sowie Unterstützung beim Onboarding vorgesehen. Gerade für den Mittelstand sollen die konkreten Vorteile des Datenteilens sichtbar werden: effizientere Prozesse, geringere Kosten und neue Produkte und Dienstleistungen.
Der Hub übernimmt dabei eine koordinierende und unterstützende Rolle. Die Datenräume bleiben eigenständige Ökosysteme, in denen die Beteiligten Daten nach vereinbarten Regeln und unter Wahrung ihrer Datensouveränität austauschen.
Hier geht’s zur Pressmitteilung vom BMDS

Data Spaces First. AI Next. – Datenräume als Grundlage für souveräne KI-Anwendungen
Mit Data First. AI Next. beschreibt das data analytics institute (dai) einen grundlegenden Architekturwechsel: Die Ära klassischer Software mit isolierten Anwendungen, festen Menüs und getrennten Datensilos geht zu Ende. An ihre Stelle treten zunehmend vernetzte AI-Agenten, die auf strukturierte Wissensbasen zugreifen, Daten bedarfsgerecht erschließen und Aufgaben über Systemgrenzen hinweg bearbeiten. Datenräume bilden dafür die souveräne Infrastruktur: Sie regeln den vertrauenswürdigen Austausch, während die Datenhalter die Kontrolle über ihre Daten behalten. Entscheidend wird das Zusammenspiel von Datenräumen, Knowledge Bases und AI-Agenten – eine Architektur, in der Wissen interoperabel und für konkrete Entscheidungen nutzbar wird.
Die Voraussetzung dafür ist eine belastbare Daten- und Wissensbasis. Ausgangspunkt sind die Aufgaben einer Organisation: Welche Entscheidungen stehen an, welches Wissen wird benötigt und welche Daten liefern es? Erst darauf setzt AI auf. Der Data Spaces Hub Germany kann diesen Wandel unterstützen, indem er Datenrauminitiativen vernetzt, Einstiegshürden senkt und die Entwicklung wirtschaftlich tragfähiger Anwendungen fördert. So werden Deutschlands Industrie- und Verwaltungsdaten zur strategischen Grundlage einer souveränen Daten- und KI-Ökonomie.
Richtiger Schritt, aber klare, übergeordnete Datenstrategie fehlt
Der Data Spaces Hub Germany soll kommen. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat die Koordinierung einer nationalen Anlaufstelle für Datenräume ausgeschrieben. Während das geplante staatliche Dateninstitut ad acta gelegt ist, rückt damit die Vernetzung bestehender Datenrauminitiativen in den Mittelpunkt. Aus Sicht des dai bleibt jedoch eine zentrale Lücke: eine klare, übergeordnete Datenstrategie, die Datenangebot, Qualität, Zugang und wirtschaftliche Nutzung zusammenführt. Wird aus „Data First“ jetzt „Data Spaces First“ – Architektur vor Inhalt?
Michael Herter, CEO des data analytics institute (dai), begrüßt die Initiative: „Der Hub ist ein richtiger Schritt, um Datenräume zu stärken und ihre Nutzung voranzubringen. Was Deutschland weiterhin fehlt, ist eine klare, übergeordnete Datenstrategie. Entscheidend bleibt Data First: Welche Daten brauchen wir, in welcher Qualität, unter welchen Nutzungsbedingungen und für welchen konkreten Nutzen? Datenräume ermöglichen den souveränen Austausch. Eine erfolgreiche Datenökonomie entsteht, wenn verlässliche Daten auf konkrete Nachfrage treffen und daraus tragfähige Anwendungen und Geschäftsmodelle werden.“
Das data analytics institute (dai) unterstützt in der Beratung und im Aufbau datenbasierter Geschäftsmodelle für Public & Value Data, fragen Sie uns!
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