Das Gebäudevolumen ist eine der wichtigsten Eingangsgrößen für die Berechnung des energetischen Gebäudeenergiebedarfs. Bevor jedoch Energiekennwerte ermittelt werden können, muss zunächst geklärt werden, welche Gebäudeteile überhaupt zu einem Gebäude gehören und welches Volumen tatsächlich bilanziert werden soll. Das Gebäude- und Adressregister des data analytics institute (dai) löst diese Herausforderung.
Bonn, 12. Juni 2026. Mit der zunehmenden Open-Data Nutzung von LoD2-Gebäudemodellen für kommunale Wärmeplanung, Digitale Zwillinge und energetische Gebäudebewertungen gewinnt die Bestimmung des Gebäudevolumens an Bedeutung. LoD2-Modelle beschreiben Gebäude häufig als mehrere geometrische Baukörper, die zunächst zu energetisch relevanten Gebäudeeinheiten zusammengeführt werden müssen. Die daraus abgeleitete Volumenbestimmung bildet eine zentrale Grundlage für die Berechnung von Energiebedarfen nach Verfahren wie der DIN V 18599 und beeinflusst die Qualität der Ergebnisse maßgeblich. Das Dateninstitut löst dies mit dem Adress- und Gebäuderegister.
Gebäudevolumen in LOD2 am Beispiel Baukörper des WDR in Düsseldorf
Das WDR-Gebäude in der Stromstr. 24 in Düsseldorf verdeutlicht die zentrale Herausforderung der automatisierten Energiebilanzierung sehr gut: Das Gebäude erscheint auf den ersten Blick als ein einzelner Baukörper, besteht im LoD2-Modell jedoch aus neun Gebäudeteilen mit unterschiedlichen Dachformen, Höhenentwicklungen, Rundbauten, Fassadenelementen und Anbauten. Nur ein LoD2-Gebäudeteil enthält die amtliche Adresse. Nicht also nur für die energetische Bewertung muss zunächst berechnet werden, welche Gebäudeteile zu einer gemeinsamen (thermischen) Gebäudeeinheit gehören.

In dem Fall von dem WDR-Gebäude ist es so, dass das Gebäude vier Gebäudehausumringe (HU) umfasst, die auf einem Flurstück mit derselben Adresse stehen wie die von einem der vier HUs. Über sie wurden aus insgesamt neun LoD2 Objekten am Ende ein 3D-Gebäude gebildet. Sowohl Form- als auch Volumenbildung unterliegen also relativ komplexen Berechnungen, die die Gebäudefunktion und Lage eines jeden Teilkörpers betrachten. Dies ist bei allen größeren oder formkomplexeren Gebäuden notwendig.

Das nationale Adress- und Gebäuderegister löst diese Herausforderung – als Public Data!
Das Nationale Adress- und Gebäuderegister des Dateninstituts dai adressiert genau diese Herausforderung, indem es geometrische Gebäudeteile, Adressinformationen, Gebäudestrukturen und weitere Merkmale zu konsistenten Gebäudeeinheiten zusammenführt. Durch die Verknüpfung von LoD2-Geometrien mit Adress-, Lage- und Strukturinformationen können einzelne Baukörper automatisiert zu realen Gebäuden und thermisch relevanten Einheiten aggregiert werden. Dadurch entsteht eine belastbare Grundlage für die Ableitung von Gebäudevolumen, die Berechnung von Energiebedarfen sowie die Erstellung von Wärme-, Klima- und Digital-Twin-Anwendungen. Das NAGR bildet somit die Brücke zwischen rein geometrischen 3D-Stadtmodellen und den fachlichen Anforderungen moderner Energie- und Gebäudedatenmodelle.
Das data analytics institute (dai) unterstützt in der Beratung und im Aufbau datenbasierter Geschäftsmodelle – fragen Sie uns!
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