Özlem Doger-Herter, Aufsichtsrätin der dai AG, treibt mit dem Media Data Space Germany das Datennetzwerk daia-x weiter voran. Mit dem neuen Datenraum für Redaktionen und Medienhäuser sollen zukünftig Journalisten lizenzgebührenfrei einen sicheren, nachvollziehbaren und standardisierten Zugang zu geprüften Informationen erhalten.
Bonn, 16. Juni 2026. Data Spaces und AI gehören die Zukunft. Und so entstehen gute Recherchen nicht mehr nur persönlich, sondern zunehmend über den Zugriff auf verlässliche Daten. Vor diesem Hintergrund baut die dai AG mit dem Media Data Space Germany als Teil ihrer Datenraumstrategie daia-x den ersten freien Datenraum für Journalismus in Deutschland auf. Ziel ist eine vertrauenswürdige Infrastruktur, die Redaktionen und Medienhäusern einen standardisierten Zugang zu qualitätsgesicherten Informationen, nachvollziehbaren Quellen und klaren Nutzungsrechten ermöglicht. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei Özlem Doger-Herter, Aufsichtsrätin der dai AG, die den Aufbau des Media Data Space Germany strategisch vorantreibt. Sie bringt jahrelange Erfahrung aus der Tech-Szene und Medienbranche mit.
Warum Journalismus künftig einen Datenraum benötigt
Die Art und Weise, wie Informationen entstehen, speichern und verbreitet werden, hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Gesellschaftlich relevante Informationen liegen heute häufig in strukturierter Form vor. Ob Energiewende, Mobilität, Gesundheit, Wohnungsmarkt, Wirtschaft oder Wahlen – Daten werden zunehmend zur Grundlage journalistischer Recherche und Berichterstattung.
Gleichzeitig stehen Redaktionen vor wachsenden Herausforderungen. Informationen sind über Unternehmen, Behörden, Forschungseinrichtungen und Plattformen verteilt. Datenformate unterscheiden sich. Nutzungsrechte sind häufig unklar. Zugangswege sind uneinheitlich geregelt. Oft fehlt die Möglichkeit, Informationen effizient, rechtssicher und nachvollziehbar zu nutzen.
Während das Internet den Zugang zur Veröffentlichung von Informationen revolutioniert hat, stellt sich heute eine neue Frage: Wie erhalten Journalisten Zugang zu den Daten hinter den Informationen?
Genau diese Frage beantwortet der Media Data Space Germany..
Der Media Data Space Germany
Der Media Data Space Germany entsteht als Teil von daia-x, der Datenraumstrategie der dai AG. Ziel von daia-x ist der Aufbau interoperabler Datenräume für unterschiedliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Anwendungsbereiche. Mit dem MDSG wird dieser Ansatz erstmals konsequent auf die Anforderungen von Medien und Journalismus übertragen. Redaktionen sollen künftig nicht nur auf einzelne Informationen zugreifen können, sondern auf vertrauenswürdige Informationsräume, in denen Herkunft, Qualität, Aktualität und Nutzungsrechte transparent dokumentiert sind.
Gerade in Zeiten wachsender Informationsmengen, automatisierter Inhaltsgenerierung und zunehmender Desinformation gewinnt die Herkunft von Informationen an Bedeutung. Medien benötigen verlässliche Quellen, nachvollziehbare Datenstrukturen und transparente Nutzungsbedingungen. Der Media Data Space Germany soll hierfür die technische und organisatorische Grundlage schaffen.
Özlem Doger-Herter als Brücke zwischen Medien und Datenräumen
Mit Özlem Doger-Herter, Aufsichtsrätin der dai AG, widmet sich eine ausgewiesene Medien- und Kommunikationsexpertin dem neuen Media Space Germany. Sie möchte damit den strategischen Ausbau von daia-x forcieren. Für sie gehören Datenräume in Verbindung mit KI die technologische Zukunft.
In ihrer Vergangenheit war Özlem Doger-Herter u.a. maßgeblich am Aufbau und Entwicklung des Medienstandorts Bonn für die Radiosender RPR1. und bigFM beteiligt und verantwortet heute die Unternehmenskommunikation der Invite Group sowie der Scopevisio AG.
Als Aufsichtsrätin der dai AG wird sie künftig die strategische Entwicklung des Media Data Sapce Germany begleiten und die zentrale Ansprechpartnerin für Redaktionen, Journalisten und Medienhäuser sein.
Ihre Engagement sieht sie darin, die Anforderungen moderner Medienarbeit mit den Möglichkeiten digitaler Datenräume zusammenzuführen und damit die Perspektive der Medien frühzeitig in die Entwicklung des Datenraums einzubringen. Denn: Pressefreiheit braucht Datenfreiheit. Und dafür möchte eie sich einsetzen.
Die Media Data Licence als rechtliches Fundament
Bereits Anfang Juni veröffentlichte die dai AG die Media Data Licence (MDL 1.0).
Die MDL bildet den rechtlichen Rahmen des Media Data Space Germany und ermöglicht die lizenzgebührenfreie journalistische Nutzung von Informationen bei verpflichtender Quellenangabe.
Sie wurde speziell für die Nutzung innerhalb digitaler Datenräume entwickelt und kann sowohl zwischen Organisationen vereinbart als auch maschinenlesbar in Connectoren und Datenraum-Infrastrukturen hinterlegt werden.
Die Media Data Licence schafft damit die Grundlage für einen standardisierten und nachvollziehbaren Umgang mit Informationen innerhalb des Media Data Space Germany.
Das data analytics institute (dai) unterstützt in der Beratung und im Aufbau datenbasierter Geschäftsmodelle – fragen Sie uns!
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