HEAT-X: Der erste bundesweite Data Space für die kommunale Wärmeplanung

Mit HEAT-X setzt das Dateninstitut (dai) den ersten Data Space für eine bundesweite Wärmeplanung auf kommunaler Ebene um. Er ermöglicht allen Planungs- und Umsetzungsbeteiligten – Städte, Gemeinden, Energieversorgern und Beratungsfirmen – den einheitlichen und standardisierten Zugang zu den erforderlichen Daten. Gleichzeitig schafft HEAT-X die technologische Grundlage für AI-Wärmeplanungs-Agenten, die Daten automatisiert zusammenführen und analysieren und damit die Erstellung und laufende Fortschreibung kommunaler Wärmepläne unterstützen können. So wird kommunale Wärmeplanung skalierbar – von der Großstadt bis zur kleinen Gemeinde.

Bonn, 17. September 2026.Die Wärmewende bis 2045 ist eine gewaltige datengetriebene Planungs- und Umsetzungsaufgabe. Gebäude für Gebäude stellt sich die Frage: Fernwärme, Wärmepumpe oder eine andere dezentrale Lösung? Dafür müssen Informationen zu Gebäudetyp und -alter, Energieträger, Energieverbrauch und -bedarf, Wärmedichten, Gas-, Strom- und Fernwärmenetzen sowie erneuerbaren Energiepotenzialen zusammengeführt werden. HEAT-X macht diese Daten erstmals bundesweit in einer gemeinsamen Infrastruktur für die kommunale Wärmeplanung nutzbar – und schafft damit zugleich die Datengrundlage für skalierbare AI-Agenten.


 

HEAT-X: Daten für die Wärmeplanung zu allen Kommunen in einem Data Space


HEAT-X ist der bundesweite Data Space für die kommunale Wärmeplanung. Er stellt die für Wärmeplanung relevanten Daten für alle Kommunen Deutschlands in einer einheitlichen und standardisierten Struktur bereit – vom einzelnen Gebäude und der Adresse über Straße und Siedlungsblock bis zum Quartier und zur gesamten Kommune.

Statt die erforderlichen Daten für jede Wärmeplanung immer wieder aus unterschiedlichen Quellen zu beschaffen, aufzubereiten und neu miteinander zu verbinden, stellt HEAT-X sie in einer einheitlichen, standardisierten und automatisch maschinenlesbaren Struktur bereit. Eigene Daten der beteiligten Akteure können optional ergänzt und kontrolliert eingebunden werden.

Damit entsteht erstmals eine bundesweit einheitliche Datenbasis für die kommunale Wärmeplanung. Länder, Kommunen, Energieversorger und weitere an der Wärmeplanung beteiligte Organisationen können auf derselben strukturierten Datengrundlage arbeiten, eigene Daten ergänzen und daraus konkrete Planungsgrundlagen für einzelne Gebäude, Gebiete und ganze Kommunen ableiten.

Aus vielen verteilten Datenquellen wird so eine gemeinsame Dateninfrastruktur für die Wärmewende.

Vereinfachte Darstellung einer kommunalen Wärmeplanung auf Geodatenbasis.

Die Datenbasis von HEAT-X: Ganz Deutschland in einem Data Space


HEAT-X bringt die wesentlichen Daten für die kommunale Wärmeplanung bundesweit in einem Data Space zusammen. Die Besonderheit liegt dabei nicht nur in der Vielfalt der Daten, sondern in ihrer flächendeckenden räumlichen Verknüpfung: rund 23 Millionen Adressen, alle Wohngebäude, alle Gewerbegebäude, alle Haushalte und Unternehmen in Deutschland bilden die gemeinsame Grundlage.

Der Geo Data Space Germany liefert dazu die räumliche Basis: Adressen und Koordinaten, 3D-Gebäude, Flurstücke, Straßen, Siedlungsblöcke, Wohn-, Industrie- und Gewerbegebiete sowie weitere Geo- und Infrastrukturdaten. Hinzu kommen detaillierte Gebäudemerkmale – von Gebäudetyp, Nutzung und Baujahresklasse über Wohn-, Nutz- und Fassadenflächen bis zu Gebäudevolumen, Dachformen, Wohneinheiten und Eigentumsstrukturen.

HEAT-X erweitert diese Basis um die Energieebene: Energieträger, Energieverbrauch und Energiebedarf je Adresse, Wärmedichten und Wärmeliniendichten, Strom-, Gas- und Fernwärmenetze sowie Potenziale für Wärmepumpen, Geothermie, Solarenergie, Biomasse und weitere Wärmequellen. Zensus- und Strukturdaten ergänzen das Bild um Einwohner, Haushalte, Alters- und Haushaltsstrukturen, Wohneinheiten und weitere kleinräumige Merkmale.

Damit steht für jede Kommune – von der Großstadt bis zur kleinen Gemeinde – eine vergleichbare, standardisierte Ausgangsbasis für Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, Gebietseinteilung und Wärmeplanung zur Verfügung.

Und HEAT-X ist beliebig erweiterbar: Ladeinfrastruktur, Stromnetzkapazitäten, PV- und Speicheranlagen, Sanierungsmaßnahmen, kommunale Liegenschaften oder weitere Infrastruktur-, Energie- und Umweltdaten können ergänzt werden. Der Data Space wächst mit den Anforderungen der kommunalen Energie- und Wärmewende.


Data Space + Agentic AI: Die Zukunftsinfrastruktur der Wärmeplanung


Die Zukunft der kommunalen Wärmeplanung entsteht im Zusammenspiel von Data Space und Agentic AI. HEAT-X stellt dafür die standardisierte, maschinenlesbare Dateninfrastruktur bereit. Agentic AI nutzt diese Daten, verbindet sie mit Modellen und Werkzeugen und kann darauf aufbauend Planungsaufgaben zunehmend automatisiert bearbeiten.

Der entscheidende Vorteil ist die Skalierbarkeit: Daten und digitale Infrastruktur müssen nicht für jede Kommune neu aufgebaut werden. AI-Agenten können auf derselben Datenbasis Bestands- und Potenzialanalysen durchführen, Wärmebedarfe und Wärmedichten berechnen, Netze und Energiepotenziale einbeziehen und unterschiedliche Versorgungsszenarien vorbereiten. Der Data Space organisiert die Daten – Agentic AI organisiert die intelligente Arbeit mit ihnen. Wärmeplanung wird damit digital, fortschreibbar und skalierbar – von der Großstadt bis zur kleinen Gemeinde.

Wie grundlegend dieses Prinzip ist, zeigt eine aktuelle Nature-Publikation zu „Paper2Agent“. Die Forschenden überführen wissenschaftliche Publikationen samt Daten, Code und Methoden über standardisierte MCP-Schnittstellen in ausführbare AI-Agenten. Entscheidend ist dabei nicht allein das AI-Modell, sondern die strukturierte Bereitstellung von Daten, Ressourcen, Werkzeugen und Workflows, auf die Agenten zuverlässig zugreifen können. Die Autoren zeigen zudem, wie mehrere solcher Agenten miteinander interagieren und Methoden und Daten kombinieren können.

Genau dieses Prinzip überträgt HEAT-X auf die Wärmeplanung: Der Data Space organisiert die Daten. Agentic AI organisiert die intelligente Arbeit mit ihnen. Zusammen entsteht eine skalierbare Zukunftsinfrastruktur für die kommunale Wärmewende.


Das data analytics institute (dai) unterstützt in der Beratung und im Aufbau datenbasierter Geschäftsmodelle für Public & Value Data, fragen Sie uns!


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